Aus der Zeit um 800 vor Christus stammt eine beim heutigen Kulmbach gefundene "Bieramphore". Die bayrische Biertradition hat damit vielleicht einen ihrer ältesten Belege. Zu dieser Zeit war Bier jedenfalls bereits eine beliebte Handelsware und immer noch waren es hauptsächlich die Frauen, die nicht nur Brot buken, sondern auch brauten. Um die Jahrtausendwende herum fing man dann an, in den Klöstern Bier zu brauen. Ganz uneigennützig war das nicht, denn da Flüssiges in der Fastenzeit erlaubt war, konnte das Bier von den Mönchen auch in den Fastenmonaten getrunken werden, ohne gegen die Regeln zu verstoßen. Natürlich versorgte man auch Pilger und Wanderer mit dem Getränk. Aus dem Jahre 1379 datiert eine Darstellung, die einen Bier brauenden Mönch zeigt. Die Bierherstellung und auch das Geschäft mit dem Bier in den Klöstern wurde immer lukrativer. Das gefiel den Fürsten nicht, denn ihnen entgingen so Steuereinnahmen und Abgaben aus dem weltlich- bürgerlichen Biergeschäft. Die Landesherren begannen also, den Verkauf von Klosterbier zu verbieten. Einige Jahrhunderte später, nach der Säkularisierung 1803, gab es nur noch ganz wenige Klosterbrauereien. (z. Bsp. Kloster Andechs oder Kloster Ettal). Einige davon sind auch heute noch erfolgreich und beliebt.